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B3-M Brand in Wohnhaus (Menschenleben in Gefahr)

Toter bei Brand in Seniorenzentrum
03.07.2011 - 13:40 von Siegburg Aktuell


Großer Einsatz der Feuerwehr - Vier verletzte Mitarbeiterinnen



Siegburg. Sirenenalarm in Siegburg. Brand im Altenheim Zum hohen Ufer. (19:33 Uhr) Durch den Brand eines Sauerstoffzeltes kam ein Bewohner ums Leben. Zahlreiche Bewohner mußten evakuiert werden. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Weitere Gefahren bestehen nicht. Im Moment können die ersten Bewohner wieder in ihre Zimmer zurückgebracht werden. Ein Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei ist vor Ort. Bürgermeister Franz Huhn sprach gerade mit zahlreichen besorgten Angehörigen und erklärte ihnen, dass sie gleich auf die Zimmer können. Ein Teil der Einsatzkräfte wurde gerade zu einem Brand in Kaldauen abgerufen. (20:41 Uhr)


Einen Toten forderte am Samstag Abend ein Brand im Siegburger Seniorenzentrum Zum Hohen Ufer. Um 19.33 Uhr war Alarm ausgelöst worden. Ein Brandmelder im Haus hatte angeschlagen, gleichzeitig ging der erste Alarmierungsruf bei der Feuerwehr ein. In einem Zimmer im ersten Stock, zum hinteren Gartenbereich gelegen, hatte ein Sauerstoffzelt am Bett eines Bewohners aus bislang ungeklärter Ursache Feuer fangen. Für den Bewohner gab es keine Rettung, er verbrannte bis zur Unkenntlichkeit. Die Sirenen heulten im ganzen Stadtgebiet. Über 200 Einsatzkräfte aus Siegburg, Sankt Augustin und Troisdorf eilten mit über 30 Einsatzfahrzeugen zum Seniorenheim. Überall flackerndes Blaulicht, die Polizei sperrte weiträumig die Straßen ab. Mit großem Einsatz evakuierten die Pflegekräfte und Mitarbeiter des Hauses, die erst vor Tagen einen Noteinsatz geübt hatten und nach Urteil der Feuerwehr vorbildlich handelten. die Bewohnerinnen und Bewohner. Nach kurzer Zeit konnten all jene, die zunächst nach draußen gebracht worden waren, zumindest ins Haus zurück. Die Cafeteria wurde zum Notlager. In Betten, auf Matratzen am Boden, in Rollstühlen, überall die geschockten Bewohner, die von Mitarbeitern, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten betreut wurden. Weil die Situation wegen der grundsätzlichen Risikolage - Brand in einem Pflegeheim! - als Großschadensereignis eingestuft wurde, kreiste bereits ein Hubschrauber über dem Einsatzgebiet. Vier Mitarbeiterinnen erlitten bei ihrem Einsatz Rauchvergiftungen und kamen ins Krankenhaus, ebenso ein besonders pflegebedürftiger Patient. Der Zeitpunkt des Feuers war der denkbar schlechteste: Die meisten Bewohner waren bereits auf ihren Zimmern, doch viele hatten noch die Fenster geöffnet. So zog der starke Rauch in den oberen Etagen wieder in die Zimmer, deren Fenster Stunden später geschlossen gewesen wären. Mehr und mehr besorgte Angehörige trafen ein, durften dann zu ihren Verwandten. Die Familie des Toten wurde von einem Notfallseelsorger betreut. 206 Betten weist das Seniorenzentrum auf. Fast alle sind belegt. Bürgermeister Franz Huhn war nach dem Alarm direkt zur Einsatzstelle geeilt, sprach den Angehörigen und den betroffenen Bewohnern Mut zu. Noch während des Einsatzes an der Friedrich-Ebert-Straße gab es einen Brandeinsatz in der Kapellenstraße in Kaldauen. Die Kollegen aus Sankt Augustin übernahmen den Einsatz und rückten vom Seniorenzentrum ab. Erst in der Nacht zum Donnerstag hatte ein Großbrand auf der Zange der Siegburger Feuerwehr einen nächtlichen Rieseneinsatz abgefordert.


Quelle: übernommen von: Siegburg Aktuell 02./03.07.2011
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