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Großbrand in Lagerhalle auf der Zange
30.06.2011 - 01:40 von Siegburg Aktuell


Lagerhalle brennt völlig aus - 130 Mann im Einsatz - Feuerpilz über der Zange



Siegburg. Gespenstisches Bild in der Nacht. Hell erleuchtet ein Großfeuer die Zange, meterhoch schießen die Flammen in die Höhe. Eine Lagerhalle in der Lindenstraße steht im Vollbrand, Alarm für die Feuerwehren aus Siegburg, Troisdorf, St. Augustin und Lohmar. Um ein Uhr rücken 130 Mann mit 32 Fahrzeugen aus, sind stundenlang im Einsatz. Die Halle teilen sich laut Polizei drei Unternehmen. Den Großteil hat die Firma Lamprecht gemietet, ein Betrieb für Brandschadenbeseitigung. Dachmaterialien sind dort gelagert. Das Großaufgebot der Wehrleute handelt entschlossen, ein Übergreifen der Flammen auf die Baustofffirma Henrich kann zum Glück verhindert werden. Menschenleben sind nicht in Gefahr. Eine Familie aus einem angrenzenden Haus muss dieses kurzfristig verlassen, kann aber kurze Zeit später in die eigenen vier Wände zurückkehren. Zwar werden durch die Messgruppen aus Trosidorf, Königswinter und Windeck-Eitorf keine bedenklichen Schadstoffwerte in der Luft festgestellt, es kommt aber zu erheblichen Geruchsbelästigungen. Bis nach Augustin und Troisdorf ist der Rauch wahrnehmbar. Mindestens bis in die Mittagsstunden dauert der Einsatz, am Morgen werden letzte Glutnester in der Ruine bekämpft.
Foto (Ordnungsamt): Eine haushohe Flammenwand über der Stahlbetonhalle in der Lindenstraße.



Polizei geht von Millionenschaden aus
Ruine blieb übrig




Siegburg. Bilder, die an den Großbrand bei der Firma Schyns im letzten Jahr erinnern. Wolfgang Hübner-Stauf fotografierte heute Morgen das, was von der Halle übrig blieb.. Das Wellblechdach ist teilweise eingestürzt, die gelagerten Materialien - hauptsächlich Isoliermaterial fürs Hausdach - liegen in großen Haufen verkohlt am Boden, nur die Stahlträger widerstanden dem Inferno. In den schwarzen Überresten suchen Feuerwehrleute unter Atemschutz nach Brandnestern. Die Ursache für das Feuer ist noch unbekannt, die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Schadenshöhe liegt nach ersten Polizeiangaben im Millionenbereich.



Verpflegung für die Einsatzkräfte - Malteser kümmerten sich




Siegburg. Mit 13 Helfer und fünf Fahrzeugen waren die Malteser im Einsatz. Unter Zugführer Arend Feindt wurde am 2.30 Uhr eine Verpflegungsstelle für die Einsatzkräfte aus Siegburg und den Nachbarkommunen eingerichtet, auch ein Rettungswagen der Organisation stand bereit. Die Malteser gaben Kalt- und Warmgetränke aus, verteilten 120 Portionen Erbsensuppe. Unterstützt wurden die Frauen und Männer vom DRK Siegburg.



Über Nacht vor dem Nichts - Halle nach Großfeuer einsturzgefährdet, Ursache weiter unbekannt



Siegburg. Über Nacht vor dem Nichts steht nach dem Großbrand auf der Zange die Firma für Brandschadensanierung, die einen Großteil der vernichteten Lagerhalle gemietet hatte. Zahlreiche Gerätschaften und Baumaterial des Betriebs gingen in Flammen auf, wie Hallen-Eigentümer und Vermieter Klaus Wierig gestern berichtete. Die Polizei beschlagnahmte den Brandort, kam am Donnerstagnachmittag mit den Ermittlungen zur Ursache des Feuers aber nicht weiter, da das Gebäude akut einsturzgefährdet ist und zudem der auf dem Boden verteilte Löschschaum die Arbeiten behinderte. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden eine Millionen Euro.
Foto (Hübner-Stauf): Teile der Hallendecke hängen herab. Die Feuerwehr hatte mit einem massiven Einsatz erreicht, dass das Feuer sich nicht weiter im Industriegebiet ausbreitete.



Bericht im Rhein-Sieg-Anzeiger, in der Rhein-Sieg-Rundschau und im General-Anzeiger


Quelle: übernommen von: Siegburg Aktuell 30.06. und 01.07.2011
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