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GSG - Einsatz

Giftiges Bleichromat gesichert
29.03.2010 - 15:40 von Siegburg Aktuell


Entwarnung an der B 8




Vorbereitung Schutzkleidung
Siegburg. ABC-Großeinsatz und Vollsperrung der B 8 für fast drei Stunden. Verantwortlich dafür: giftiges Bleichromat. Das Bleisalz, das in der Fliesenproduktion und zum Färben von Textilien gebraucht wird, trat am Nachmittag aus einem französischen Lkw aus. Der Fahrer, unterwegs von Spanien in die Bundesrepublik, musste unterwegs scharf bremsen. Durch den Ruck rissen zwei Bleichromat-Säcke, das gefährliche Granulat staubte heraus. In seiner Not steuerte der Franzose die Siegburger Spedition an der Luisenstraße an, bat um Hilfe. Der Spediteur alarmierte die Feuerwehr, die mit zwei Zügen (40 Mann) zum ABC-Einsatz ausrückte. Die Wehrleute mussten ihre Schutzmontur inklusive Atemschutz anlegen (siehe Foto), ehe sie sich der Chemikalie näherten. Die kaputten Säcke wurden per Gabelstapler in ein sicheres Bergefass umgelagert, der unbeschädigte Rest wurde auf einen anderen Anhänger verfrachtet, wo er von Witterungseinflüssen geschützt ist. Für den Abtransport werden entweder der Lieferant oder der Empfänger sorgen. Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht. Um 18 Uhr wird die Vollsperrung der B 8 wieder aufgehoben. Foto: Wolfgang Hübner-Stauf

Schreck am Nachmittag
Vorbereitung Schuutzkleidung - DEKON
Siegburg. "siegburgaktuell"-Leser Kalle Schäfer traute seinen Augen nicht. Um kurz nach 15 Uhr wurde es laut vor dem Fenster. Die Feuerwehr fuhr alles auf, was sie hatte. Ein Gefahrgut-Container wurde in der Luisenstraße abgeladen, der Geräte-Wagen Messtechnik stellte sich direkt daneben. Die Retter in den weißer, blauer und grüner Schutzkleidung steuerten die Spedition Hoss in Schäfers Nachbarschaft an. Schäfer drückte auf den Auslöser und machte vom Balkon dieses Foto. Zum Glück bestätigten sich erste Annahmen nicht, dass Explosionsgefahr auf dem Gelände der Spedition Hoss besteht. Das Bleichromat, das auf der Ladefläche eines französischen Lkw frei wurde, ist ein giftiger Stoff, der nicht eingeatmet werden darf. Ganz gefährlich wird der Stoff, wenn er mit Flüssigkeit in Verbindung kommt. Glücklicherweise kein Regen. Drei Stunden lang verfolgte Schäfer mit der Kamera das Geschehen. Dann konnte die B 8 wieder freigegeben werden und es kehrte Ruhe ein.

"Marsmänner" von der Feuerwehr - Chemikalien Schutz Anzüge
Chemikalien Schutz Anzüge
Siegburg. Marsmännchen zurück vom Einsatz. Für den direkten Kontakt mit dem Bleichromat mussten sich diese beiden Feuerwehrmänner gestern mit Chemie-Schutzanzügen wappnen. Sie kosten knapp 2000 Euro pro Stück und blasen sich durch das Ausatmen auf - am Ende des Einsatzes nehmen die Männer an Volumen zu. Die unorthodoxe Haltung der rechten Arme ist leicht zu erklären. Die Profis sind aus den Ärmeln herausgeschlüpft, um das Funkgerät im Anzug bedienen zu können. Nur über Funk ist eine Kommunikation möglich.



Quelle: übernommen von: Siegburg Aktuell 29.03. und 30.03.10
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