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Toter (25) in Brandwohnung
06.03.2013 - 03:45 von Siegburg Aktuell


Feuerwehr rettet drei Menschen aus Rauch und Flammen

Siegburg. Flammen schlagen aus dem ersten Obergeschoss, Rauch dringt aus dem Dach. Einige Bewohner der Augustastraße 17 haben sich ins Freie gerettet. Sie berichten von weiteren Personen, die von Qualm und Feuer eingeschlossen sind. So stellt sich die Situation für die Siegburger Feuerwehr um kurz nach zwei in der vergangenen Nacht dar.

Sieben Trupps, 56 Mann, sind insgesamt unter Atemschutz im Einsatz. Die Wehrleute können drei Menschenleben retten. Auf einen Bewohner treffen sie im stark verrauchten Treppenhaus. Zwei weitere bringen sie mit dem Hublift aus dem Dachgeschoss in Sicherheit. Die Männer gehen weiter gegen die Flammen vor. Sie finden einen Toten (25) in der Wohnung, in der das Feuer seinen Ausgang nahm. Sie brennt völlig aus. Der Rettungsdienst bringt fünf Bewohner ins Krankenhaus, sechs werden vom Ordnungsamt in einem Hotel untergebracht - das Gebäude ist nicht bewohnbar. Die Ursache des Brandes ist noch ungeklärt, die Polizei ermittelt.


Nach dem Brand – Bürgermeister sagt Bewohnern Hilfe zu




Siegburg. Nach dem nächtlichen Brand in der Augustastraße, bei dem ein 25-jähriger Mann ums Leben kam, hat die Stadt unmittelbar reagiert. Mitarbeiter des Ordnungsamts brachten sechs Bewohner ins Hotel "Zum Stern". Nun suchen zwei Ämter, das für Öffentliche Ordnung und das für Soziales, nach Übergangsbleiben für die Betroffenen. Sie konnten ihre wichtigsten persönlichen Sachen aus dem Brandhaus holen. Ein längerer Aufenthalt ist aufgrund der abgelagerten Giftstoffe unmöglich. Bürgermeister Franz Huhn besuchte die Untergebrachten und bot alle Hilfe der Stadt an, auch durch Psychologen.

Zum Einsatzhergang kursierten am Morgen bereits zahlreiche Spekulationen in Presse und Rundfunk. Fest steht: Die Feuerwehr fuhr den Brandort durch die Mittelstraße an, von wo das Feuer auch gemeldet wurde. Für Löschfahrzeuge war dieser Weg breit genug, für den Teleskopmastwagen nicht. Ihm versperrten Falschparker den Weg. Er setzte zurück und stellte sich anschließend auf die Gebäudevorderseite an der Augustastraße. Dort wurde der Mast ausgefahren und zwei Menschen gerettet (wir berichteten). Trotz dieser Verzögerung um wenige Minuten lässt sich laut Feuerwehrchef Thomas Glatz keine Kausalität zu dem Tod des jungen Mannes herstellen. Für ihn hätte es auch bei Anfahrt des Hublifts über die Mittelstraße keine Rettung gegeben.

Ein Nachbar, Augenzeuge und einer der ersten, der den Brand bemerkte, zeigte sich "tief beeindruckt von Professionalität und Schnelligkeit der Siegburger Feuerwehr". Foto: Hübner-Stauf


Quelle: übernommen von:
Siegburg Aktuell 06.03.2013
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