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RAUCHMELDER
02.09.2007 - 00:59

RAUCHMELDER



Die gefährlichsten Mythen:





Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren. Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher. Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen
Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann sogar bereits nach zwei Minuten tödlich sein.
Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur zwei Minuten Zeit hat - besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.
Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet.

BRANDTOTE SIND RAUCHTOTE


Drei Viertel aller Opfer von Wohnungsbränden sterben an Rauchvergiftung. Die meisten Brandopfer fallen dem Rauch im Schlaf zum Opfer.

BRANDURSACHEN


  1. Elektrische Geräte
    Fast jeder vierte Brand in Privathaushalten entsteht durch elektrische Haushaltsgeräte. Besondere Gefahren gehen dabei von Heizgeräten, Heizkissen, Heizdecken, Bügeleisen und Kühlschränken aus. Der Standby Modus bei TV-Geräten oder HiFi-Anlagen erhöht zusätzlich die Brandgefahr.
  2. Küche
    Eine Brandursache ist auch die nicht abgeschaltete Herdplatte, auf der noch ein Topf steht bzw. sich Plastik oder Küchentücher entzünden. Vergessene Brötchen im Backofen sind eine weitere Gefahrenquelle.
  3. Feuerstellen und Heizgeräte
    Kamine, Öfen und Heizstrahler sind oftmals der Ausgangspunkt von Bränden. Die starke Aufheizung der Umgebung wird hierbei oft unterschätzt.
  4. Weihnachten/Silvester
    Weihnachtsbäume und Adventskränze können sich explosionsartig entzünden. Umgefallene Kerzen und das Silvesterfeuerwerk sind ein immer wieder unterschätztes Gefahrenpotenzial.
  5. Rauchen/Unachtsamkeit
    Abgesehen von der Zigarette im Bett sind auch unachtsam weggeworfene Streichhölzer, nicht ausgeglühte Asche oder heruntergefallene Kippen Ursachen für viele Haushaltsbrände.
  6. Spraydosen
    Im erhitzten Zustand sind sogar leere Spraydosen Sprengkörper. Unabhängig vom Doseninhalt gehören sie weder in die Sonne noch in die unmittelbare Nähe von Öfen und Heizkörpern.
  7. Brennbare Flüssigkeiten
    Benzin, Heizöl, Lösungsmittel, Alkohol, Lacke und andere leicht entzündliche Flüssigkeiten stellen immer ein erhöhtes Brandrisiko dar.

RAUCHMELDER RETTEN LEBEN


Nur eine intensive Aufklärung kann deshalb den Ausstattungsgrad in Wohnungen erhöhen - und damit Leben retten: Laut einer Prognose der Landesbranddirektion Berlin würde die Ausstattung aller Privathaushalte in Deutschland mit Rauchmeldern 50 % weniger Brandschäden nach sich ziehen - mit entsprechend weniger Brandverletzten und Todesopfern.

Vorbeugender Brandschutz mit Rauchmeldern


Die Feuerwehrstatistiken belegen, dass nach Ausbruch eines Brandes im Durchschnitt vier Minuten zur Flucht verbleiben. Ein Rauchmelder warnt rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchkonzentrationen gebildet haben und hilft so, lebenswichtige Fluchtsekunden zu sichern. Aus diesem Grund haben sich Rauchmelder als Lebensretter und wesentlicher Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes bewährt.
Kleine Helfer mit großer Wirkung
Die Lebensrettenden Rauchmelder sind kaum größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. Achten Sie beim Kauf von Rauchmeldern auf das VdS Prüfzeichen. Das VdS Zeichen garantiert, dass die Rauchmelder nach der prEN ISO 12239 geprüft sind, zuverlässig Rauch erkennen und eine frühe Alarmmeldung sicherstellen. Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren. Bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönt ca. 30 Tage vorher ein Warnsignal.

Wie funktionieren Rauchmelder ?


Die Geräte der meisten Hersteller arbeiten nach dem Streulichtprinzip. Bei Rauch in einer bestimmten Konzentration wird ein Lichtstrahl im Gerät auf eine Fotozelle gelenkt und löst den akustischen Alarm aus.

TIPPS


Worauf ist beim Kauf zu achten ?


  • Das Gerät sollte auf optischer Basis funktionieren, batteriebetriebene Geräte (9-Volt-Batterie) sollten schwache Batterien anzeigen. Empfehlenswerte Melder haben eine Batterielebensdauer von bis zu 3 Jahren. Ein anstehender Batteriewechsel wird über 30 Tage durch einen Warnton angezeigt.
  • der Melder sollte ein CE-Zeichen aufweisen und geprüft sein (GS-Zeichen) oder einer internationalen Norm (BS 5446 Part1 - Britischer Standard bzw. PrEN ISO 12239 (1995) oder ISO/DIS 12239) entsprechen.
  • die Geräte sollten über einen Testknopf verfügen.
  • die Melder sollten die Möglichkeit einer Vernetzung bieten.
  • Markenhersteller gewähren mehrjährige Garantien.

Rauchmelder für Gehörlose


Dieses System kombiniert eine Zentrale mit einem eingebauten Blitzlicht, einem oder mehreren Rauchmeldern und einem Vibrationsgeber, der beim Schlafen unter das Kopfkissen gelegt wird.

Wo werden Rauchmelder installiert ?


  • In Privathaushalten gehören Rauchmelder immer an die Decke möglichst in der Raummitte, aber in jedem Fall mindestens 50 Zentimeter von der Wand entfernt.
  • Vorzugsweise sind sie vor den Schlafräumen zu installieren und in den Schlafzimmern selbst - vor allem wenn Sie dort elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehapparate o. ä. benutzen. Auch die Kinderzimmer sollten Sie durch ein zusätzliches Gerät schützen.
  • In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten die Rauchmelder im Flur auf den Etagen montiert werden. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller.
  • In Küchen und Bad sollten Sie auf eine Installation verzichten, weil dort durch Koch- und Wasserdämpfe Fehlalarme ausgelöst werden könnten. Auch besonders staubige Räume eignen sich nicht für eine Installation.
  • In größeren Häusern ist es sinnvoll, die Rauchmelder miteinander zu vernetzen, so dass ein Kellerbrand auch von den in der Wohnung installierten Geräten gemeldet wird.
  • Einen Mindestschutz schafft in eingeschossigen Wohnungen ein Rauchmelder im Flur vor den Schlafräumen; in mehrgeschossigen Häusern Rauchmelder in den jeweiligen Fluren oder über der Treppe.
  • Empfehlenswert ist die Ausstattung aller Räume (außer Küche und Bad).


Die Feuer- und Rettungswache Am Neuenhof 1b berät Sie bei weiteren Fragen.
RUFEN SIE UNS AN

TEL.: 02241/9668-0


Ihre Fragen beantworten wir auch gerne per e-mail
Quelle: Rauchmelder für NRW (Kampagne des Landes NRW)
Weitere Informationen:


Wie funktionieren Rauchmelder (WIKIPEDIA) Kampagne in NRW interner Link Rauchmelder für NRW externer Link



Georg Burmann


gedruckt am 15.07.2018 - 21:26
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