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Sonntag, 26. Juni 2016
Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt Siegburg

Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt Siegburg

Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Siegburg

Siegburg, vor ca. 928 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, ist seit dem Jahr 1816 Kreisstadt und der historisch gewachsene, von modernem Leben erfüllte Mittelpunkt des Rhein-Sieg-Kreises. Siegburg wird geprägt durch Handel, Gewerbe und insbesondere durch die öffentliche Verwaltung. Die chemische Industrie ist mit dem Siegwerk (Herstellung von Druckfarben) einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt.
Siegburg liegt verkehrsgünstig am Rande der Kölner Bucht. Die dreispurig ausgebaute Autobahn A 3 Köln-Frankfurt durchquert das Stadtgebiet und begründet mit der Autobahn 560 und der zweispurigen B56N die gute Anbindung an den überörtlichen Straßenverkehr. Die Eisenbahnlinie Köln-Siegen-Gießen und im besonderen die ICE Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln-Frankfurt bringen viele der außerhalb der Stadt wohnenden Arbeitnehmer und Geschäftskunden in die Stadt. Mit einer Zahl von ca. 40.000 Einwohnern, rund 17.000 Einpendlern und täglich mehr als 35.000 Kunden, die die Siegburger Geschäfte und Kaufhäuser aufsuchen, befinden sich tagsüber während der Werktage gut 70.000 Menschen in der Stadt. Eine Zahl, der auch die Freiwillige Feuerwehr Rechnung tragen muss. Die Struktur der Freiwilligen Feuerwehr Siegburg ist begründet durch die historisch gewachsenen Stadtteile Seligenthal, Zange, Deichhaus, Kaldauen, Stallberg, Wolsdorf, Brückberg, Braschoß, Schreck, Schneffelrath, Nord und Dreesch. Basierend auf diesen ehemals dörflichen Strukturen mit eigenen Pfarreien und Vereinen wurden freiwillige Feuerwehren gegründet, deren älteste Abteilung vor 3 Jahren ihr 125-jähriges Bestehen feiern konnte. Kaldauen und Seligenthal wurden 1956 aus dem Amt Lauthausen mit einer eigenen Feuerwehr eingegliedert. Wie schon vor gut 100 Jahren, so sind auch heute die jeweiligen Löschgruppen noch für Ihr Stadtviertel zuständig:
Die Löschgruppe 1 – „Innere Stadt“ umfasst den Bereich der Kernstadt Siegburg mit dem Ortsteil Zange.
Die Löschgruppe 2 – „Brückberg“ betreut die Siedlungsgebiete Brückberg, Nord und Dreesch.
Die Löschgruppe 3 – „Wolsdorf“ ist westlich der alten Gemarkung Tönnisberg für die Stadtteile Wolsdorf und Deichhaus bis zum Ufer der Sieg zuständig.
Die Löschgruppe 4 - „Stallberg“ betreut das Gebiet östlich der Autobahn A3 mit dem Stadtbezirk Stallberg.
Die Löschgruppe 5 -„Kaldauen“ mit eigenem Feuerwehrgerätehaus ist für den flächenmäßig größten Anteil mit Seligenthal, Kaldauen, Braschoß, Schreck und Schneffelrath zuständig.

Mit der Neuordnung der Struktur der Feuerwehr 1945 auf Anordnung der britischen Militärregierung im Jahr 1945 wurden allerdings die noch vorhandenen Feuerwehrgerätehäuser aufgegeben und in der Turnhalle Bambergstrasse eine zentrale Rettungs- und Feuerwache mit hauptamtlichen Kräften, die rund um die Uhr um die Sicherheit von Bürgern und Gästen bemüht sind eingerichtet. Die Feuerwache wurde im Jahr 1953 in die Zeithstrasse (heute Autohaus Hakvoort) verlegt und im Jahr 1981
erfolgte der Umzug in die neu erbaute Feuer- und Rettungswache Am Neuenhof. Seit fast 70 Jahren wickeln die Löschgruppen gemeinsam mit der hauptamtlichen Wache die Einsätze gemeinsam ab. Die Löschgruppe Kaldauen verfügt weiterhin über ihr eigenes Gerätehaus an der Hauptstrasse.
Zusätzlich zum Brandschutz innerhalb des Stadtgebietes kommt als Aufgabengebiet die Zuständigkeit für ca. 40 km Autobahn hinzu (A59 von BAB Dreieck St. Augustin bis zur Abfahrt Troisdorf, die BAB 560 von Anschlussstelle Niederpleis bis zum BAB Dreieck St. Augustin sowie die BAB A3 zwischen der Aggerbrücke und dem Kreuz Bonn-Siegburg in
Fahrtrichtung Frankfurt und der A3 in Fahrtrichtung Köln zwischen dem Kreuz Bonn-Siegburg und der Abfahrt Köln-Königsforst (gemeinsam mit Rösrath). Das umfangreiche Gefährdungspotential in der Stadt und auf den Verkehrswegen macht eine umfangreiche technische Ausstattung der freiwilligen Feuerwehr erforderlich. Hier sei erwähnt, dass das Siegwerk aufgrund der Lagerung und Verarbeitung von Lösungsmitteln und hochentzündlichen Rohstoffen mit sicherheitsrelevanten Anlagen eine eigene Werkfeuerwehr unterhält.

Technik - Fahrzeuge
Für den abwehrenden Brandschutz werden 4 Löschfahrzeuge (2 Fahrzeuge TLF 16/25; LF 16/12 und LF 8/6) vorgehalten. Als Hubrettungsgerät kommt eine Teleskopmastbühne mit Auslegearm (TLK 23/12) zum Einsatz, die mit einer Bühnen-Tragfähigkeit von 325 kg und einem fest installierten Wasserwerfer (Monitor mit 2000
l/min) weitere Einsatzspektren gut abdeckt. Einsatzleitfahrzeuge und der Rüstwagen vervollständigen diese Fahrzeuggruppe. Der Gerätewagen Messtechnik kommt in
Zusammenarbeit mit den Messgruppen der Nachbar - Feuerwehren im rechtsrheinischen Kreisgebiet zum Einsatz. Das Containersystem mit 2 baugleichen Wechselladefahrzeugen und
insgesamt 7 Abrollbehältern stellt bei vielen Einsatzlagen das Rückgrat im Nachschubbereich dar und bringt zusätzliche Gerätschaften sowie Löschmittel
bei umfangreichen Einsatzlagen. Beide Trägerfahrzeuge (WLF) verfügen über flexibel einstellbare Hubvorrichtungen zur schnellen Entladung von Nachschubmaterialien, die in Containern gelagert sind. Die Feuerwehr Siegburg verfügt auch zur Nutzung durch benachbarte große Feuerwehren ein Schaummittellager von ca. 8.000 l.
Hänger mit Übersee - Container
Wechselladesystem mit Abrollbehältern







2WLF Wechselladefahrzeuge Typ MAN TGS 18.320
1 AB GSG Geräte zur Handhabung gefährlicher Stoffe und Güter bei Gefahrstoffunfällen. (Beladung entspricht GWG-2)
1 AB ATEMSCHUTZ (DEKON) Beladung mit 7 Pressluftatmern, 12 Langzeit - Pressluftatmern, eingebaute Dusche (DEKON) mit Schmutzwasserauffangbehälter; Materialien für NOT-DEKON und Schnelleinsatzzelt
1AB RÜST Materialien für erweiterte technische Hilfeleistung
1AB SCHAUM Beladung mit Schaummittelbehältern gesamt 3600 l und Schaum-Wasserwerfer
1AB MOBILE WACHE Zum Einsatz bei Veranstaltungen, Brandsicherheitswachen und Einsätzen größeren Umfangs mit Heizung,
Funktisch und Teeküche
1AB PRITSCHE Freie Ladefläche für Transporte aller Art
1AB LOGISTIK mit verschieden Beladungen z.B.: - TANK (Container mit leeren Flüssigkeitsbehältern); - Öl (Ölsperren, Bindemittel); - NACHSCHUB (Rollschläuche, Reservekanister, Tauchpumpen)

Die Feuerlöschkreiselpumpe FP 48/8 mit einer Förderleistung von 5000 l Wasser pro Minute wird bei Industrie- und Großbränden auch überregional (z.B. beim Großbrand INEOS in Köln im Jahr 2008) eingesetzt. Die Pumpe ist auf einem Anhänger aufgebaut. Ein direkt auf die Welle wirkender Dieselmotor mit einer Leistung von 125 kW sorgt für den nötigen Druck auf den 6 B-Abgängen. Für die Förderung von Wasser über längere Strecken befinden sich 1000m B-Schlauch in Containern, die mit dem Zugfahrzeug zur Einsatzstelle gebracht werden. Eine besondere Aufgabe kommt der Pumpe im Stadtgebiet zu. Mit dieser Pumpe und einer fest installierten Druckleitung wird die
Wasserversorgung auf dem Michaelsberg sichergestellt.
Die umfangreiche Technik stellt hohe Anforderungen an die Ausbildung und Leistungsfähigkeit des Personals. 110 Frauen und Männer sind ehrenamtliche Mitglieder der Feuerwehr. Mit 7 Feuerwehrfrauen liegt die Feuerwehr Siegburg zwar auf dem Niveau des Bundesdurchschnitts bei 7 %. Hier ist jedoch noch Nachholbedarf zu erkennen.
Die Nachwuchsförderung nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Geordnet nach Alter der Jugendlichen werden 2 Jugendgruppen mit jeweils ca. 20 Kindern und Jugendlichen unterhalten. Ausbildung für die Feuerwehr steht hier ebenso auf dem Programm wie die allgemeine Jugendarbeit mit Ferienfreizeiten und Besichtigungen.
10 Mitglieder der aktiven Wehr kümmern sich um die Betreuung der Jungen und Mädchen.
Die Hauptamtliche Wache mit 37 Feuerwehrbeamten im mittleren und gehobenen Dienst ist Brandschutzdienststelle. 3 Mitarbeiter sind im vorbeugenden Brandschutz tätig und erstellen Brandschutzgutachten (Baugenehmigungsverfahren), beraten Bürger und Architekten und führen Brandschauen durch.
3 Einsatzabteilungen mit je 10 Einsatzkräften sind im Rhythmus „24 h Dienst 48 h frei“ rund um die Uhr bereit. 1 Rettungswagen RTW und ein Notarzteinsatzfahrzeug NEF sind ständig besetzt. Ein weiterer RTW wird durch andere Hilfsorganisationen besetzt. Der Rettungsdienst der Stadt Siegburg, der durch die Feuerwehr betrieben wird ist aufgrund der zentralen Lage gut ausgelastet. 5279 Einsätze des Rettungsdienstes der Feuerwehr wurden im Jahr 2008 gezählt. Ständig sind 3 Praktikums- und Ausbildungsplätze der Lehrrettungswache belegt.
Fahrzeuge der Rettungswache
Im Bereich des abwehrenden Brandschutzes und der Hilfeleistung wurde die Feuerwehr im Jahr 2008 zu 505 Einsätzen gerufen. Zur Unterstützung der hauptamtlichen Kräfte wurden in 103 Fällen zusätzlich ehrenamtliche Kräfte alarmiert. Eine gute Zusammenarbeit der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräfte ist Grundlage des Einsatzerfolges. Die Besetzung des zuerst ausrückenden Fahrzeuges der hauptamtlichen Wache in Staffelstärke wird angestrebt.
Die Einsatzzentrale ist ständig besetzt. Ein wichtiger Anlaufpunkt für die Koordination bei Einsätzen und Fragen für Siegburger Bürger/-innen und Gäste.
Während der Arbeitszeit von 7:30 Uhr bis um 17:00 Uhr verstärkt der Tagesdienst der hauptamtlichen Wache die im Feuerschutz tätigen Mitarbeiter. Zwei erstausrückende Fahrzeuge (in der Regel 1 Löschfahrzeug und der Teleskopmast) werden mit durchschnittlich 9 Einsatzkräften besetzt. An Wochenenden und nachts sind durchschnittlich 3 Mitarbeiter für den Feuerschutz in Bereitschaft auf der Feuerwache. Abhängig von Einsatzart und Größe werden zu diesen Zeiten die ehrenamtlichen Kräfte gemeinsam mit der hauptamtlichen Wache alarmiert.
Unabhängig von der vorstehend genannten örtlichen Zuständigkeit der ehrenamtlichen Löschgruppen ist im Einsatzfall Teamarbeit aller Kräfte gefragt. Abhängig von den Funktionen und der Ausbildung werden im Einsatzfall 4 sogenannte Alarmgruppen gebildet, die jeweils aus ca. 18 FM (SB) bestehen. Die Gruppen verfügen im Durchschnitt jeweils über die gleiche Anzahl an Gruppenführerqualifikationen, Atemschutz-Geräteträgern und Maschinisten.
Die Löschgruppe Kaldauen mit „eigenem“ Feuerwehrgerätehaus bildet eine eigenständige Alarmierungsgruppe mit einer identischen Funktionsstruktur wie die A-Gruppen. Die Alarmierung der Löschgruppe Kaldauen erfolgt separat unter der Bezeichnung C-Gruppe. Die sogenannte B-Gruppe ist zuständig für den Nachschub, zusätzliche Maschinisten und ist Spezialeinheit für das Containersystem.




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